Übergänge auf den Ersten Arbeitsmarkt

Zusammenarbeit mit der Initiative Zukunft Bockenheim e. V.

Die Initiative Zukunft Bockenheim ist Träger der ada kantine (https://ada-kantine.org/). Die ada kantine bietet auf dem alten Uni-Campus seit Juli 2020 von Freitag bis Montag einen veganen/vegetarischen Mittagstisch für Menschen, die sich sozialen Notlagen befinden, an. Den Betreibern ist eine angenehme Atmosphäre wichtig, in der sich unterschiedliche Menschen treffen, sich austauschen oder einfach wohlfühlen können. Die Mahlzeiten werden kostenlos angeboten und durch Spenden unterstützt.

Unsere WfbM-Mitarbeiterin (WfbM=Werkstatt für behinderte Menschen) wurde auf das Projekt aufmerksam und wollte sich gerne hier einbringen. Zuvor war sie mehrere Jahre in unserer Textilwerkstatt tätig, hatte jedoch das Ziel, den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen. Nach einem gemeinsamen Gespräch mit der ada Kantine und den Verantwortlichen des Trägervereins wurde ein erstes Praktikum vereinbart. Das Praktikum verlief für beide Seiten angenehm und erfolgreich, so mündete die Zusammenarbeit in einem BiB – einer betriebsintegrierten Beschäftigung. Da die finanziellen Mittel begrenzt sind, wurden zu Beginn Fördermittel beantragt und genehmigt. Mittlerweile stemmt die ada Kantine die Finanzierung des Lohns unserer Mitarbeiterin selbst, so kann sie weiterhin ihrer Arbeit bzw. der beruflichen Teilhabe nachgehen.

Unsere WfbM-Mitarbeiterin, Fr. M., ist sehr glücklich über diese Möglichkeit und förmlich aufgeblüht durch ihre tollen und wertschätzenden Kollegen*innen, die sie herzlich ins Team aufgenommen haben.
Zitat Fr. M.: “Integration ist wechselseitig. Mir war es wichtig einen Schritt nach vorne zu gehen und mich zu integrieren. Ich kann meine Fähigkeiten einbringen und positiv erleben. Es ist ein tolles Gefühl im Berufsverkehr mit vielen anderen auf dem Weg zur Arbeit zu sein. Mir ist es wichtig meinen Platz in der Gesellschaft einzunehmen und nicht mehr hilfsbedürftig zu sein, sondern selbst zu helfen und Frankfurt zu einem besseren Ort zu machen. Ich möchte gerne allen Arbeitgeber*innen sagen, dass wertvolle Menschen vor den Toren unseres Arbeitsmarktes stehen und Sie sie nur reinlassen müssen. Sie werden es nicht bereuen.“


Zusammenarbeit mit der EXPERIMINTA gGmbH

Das EXPERIMINTA ScienceCenter  (https://www.experiminta.de)  schafft einen spielerischen Zugang zu den oft als schwer verschriebenen Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, den MINT-Fächern. Jeder Besucher wird an den Experimentierstationen selbst aktiv.

Auch dieses Unternehmen zeigte die Bereitschaft Menschen mit Beeinträchtigungen zu beschäftigen und einzustellen. Bisher sind hier zwei betriebsintegrierte Beschäftigungsverhältnisse geschaffen: einmal im kaufmännischen Bereich sowie im Bistro-Bereich. Die Zusammenarbeit begann mit einem mehrwöchigen Praktikum, damit beide Seiten schauen können, wie die Zusammenarbeit harmoniert, d.h. welcher Bedarf der Unterstützung notwendig ist und wie man diesen Bedarf bestmöglich gemeinsam gestalten kann. Während dieser Zeit zeigte sich recht schnell, dass unsere Mitarbeitenden dort gut integriert wurden, ihnen Zeit zur Entwicklung gelassen und die Aufgaben entsprechend ihren Stärken angepasst wurden. Darüber hinaus ist besonders der empathische Umgang seitens der ArbeitskollegInnen hervorzuheben.

Zusammenarbeit mit der Firma H&H Hotelservice
Der Kontakt mit der Firma H&H Hotelservice- und Handelsgesellschaft mbH (https://lnkd.in/eiXTtqHq) besteht seit Herbst 2023. Der Betrieb möchte neue Wege gehen und Menschen mit Beeinträchtigung in verschiedenen Einsatzbereichen Einstiegs- und Quereinstiegschancen ermöglichen.

Ein erstes Praktikum im kaufmännischen Bereich hat stattgefunden. Die Kollegen*innen in der Niederlassung Frankfurt haben unseren WfbM-Mitarbeiter (WfbM= Werkstatt für Menschen mit Behinderung), Herrn M., sehr herzlich und mit viel Empathie aufgenommen und eingebunden. Ihm wurden die einzelnen Tätigkeiten Schritt für Schritt und ohne Arbeitsdruck vermittelt. Diese Praktikumsphase war so erfolgreich, dass er zum 01.02.2024 in eine betriebsintegrierte Beschäftigung wechselte mit dem Ziel eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsvertrages über das Budget für Arbeit.

Hr. M. ist sehr glücklich über die Chance. Zitat:“ Ich fühle mich wieder wertvoller, die Arbeit macht Sinn für mich und ich sehe am Ende des Tages was ich geschafft habe. Das tut mir sehr gut. Ich wurde herzlich aufgenommen und ohne Vorbehalte ins Team integriert. Die sozialen Kontakte mit den Kolleg*innen sind sehr angenehm. Der Umgang ist ganz normal, ich fühle mich hier nicht als Mensch mit Beeinträchtigung“

Dieses schöne Beispiel sollte auch ein Ansporn für weitere Chancengeber*innen sein. Gerne können wir einen Termin zur Vorstellung unseres Vereins und unseren Zielen vereinbaren. Alles kann, nichts muss.

Zusammenarbeit mit der Firma Hibike Bär KG

Eine weitere hervorragende Kooperation findet mit der Firma Hibike Bär KG (https://www.hibike.de/) ansässig in Kronberg/Ts. statt. Die Zusammenarbeit entstand vor der Pandemie, als einem engagierten und motivierten Mitarbeiter aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) die Chance gegeben wurde, in der Fahrradmontage ein Praktikum zu absolvieren. Im Anschluss an das Praktikum wurde die Beschäftigung durch eine betriebsintegrierte Beschäftigung (BiB) ausgebaut und mündete nach einem dreiviertel Jahr in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis.
Fazit: Ein glücklicher Mitarbeiter einer WfbM, der den Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt geschafft hat und ein Unternehmen, das das Potential des Mitarbeiters erkannt, mit viel Empathie individuell gefördert und schließlich gewonnen hat.

Damit endete die Zusammenarbeit nicht, sie wird mittlerweile nachhaltig gepflegt. So gab es in den vergangenen Jahren diverse Praktikumsangebote. Aktuell ist ein weiterer Mitarbeiter dort im Lagerbereich in Form einer betriebsintegrierten Beschäftigung tätig.


Zusammengefasst – eine Kooperation, wie wir sie uns für die Menschen mit Behinderung wünschen und ein gutes Beispiel für andere Unternehmen, sich mit dem Thema Inklusion zu befassen.